Bundesratswahlen: Eine kurze Nachlese

Soeben habe ich von einem guten Kollegen und politischen Weggefährten, der sehr nah an der Politik in Bern ist ein Mail erhalten. Er weist darauf hin, dass das Ergebnis für die Partei gar nicht gut ist, weil nach seiner Einschätzung die CVP nun weder links noch rechts Freunde hat und damit das Problem, zukünftig eigene Anliegen kaum mehr durchbringen zu können. Aus weiteren Mails entnehme ich, dass einige CVP-Parlamentarier sauer sind auf die Linken und ihnen deswegen das bisschen Liebe, das vielleicht noch bestand, völlig kündigen wollen.

 

Erfreulich dafür ist, dass Urs Schwaller angekündigt hat, die eigene Parteilinie in naher Zukunft besser durchzuhalten und nicht schon frühzeitig den Kompromiss zu suchen. Trotzdem, offenbar wird die CVP wieder in die Diskussion links-rechts verwickelt. Im Moment des Ärgers ist man versucht, voreilige Schlüsse zu ziehen oder Schritte anzukündigen. Statt dessen tut eine saubere Nachlese Not und insbesondere eine fundierte und geduldigte Diskussion über die strategische Ausrichtung der Partei für die nächsten Jahre.

 

 

 

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"Bundesratswahlen: Eine kurze Nachlese"
 
lorenzo

Freitag, 18-09-09 22:26

ich muss mich entschuldigen, ich habe mich getäuscht! oder vielleicht doch nicht? "Honi soit qui ma(rce)l y pense!"
 
Maurus Zeier

Freitag, 18-09-09 15:35

Geschätzter Herr "lorenzo" (Wann verraten Sie Ihr richter Name?)

Ich möchte an dieser Stelle eine kleine Korrektur zu Ihrem Beitrag im FDP-Blog veröffentlichen. Wie Sie offensichtlich noch nicht erfahren haben, hat die FDP im Regierungsrat mit Max Pfister einen Sitz!

Demzufolge geht es nicht um die Verteidigung des zweiten Sitzes, da es den "ersten" gar nicht gibt!

Ebenfalls wäre anzumerken, dass auf Bundesebene sämtliche Parteien Partner brauchen, um eine Mehrheit erreichen zu können, da keine Partei nur annähernd die Mehrheit besitzt. In den meisten Fällen reichen nicht einmal zwei Parteien.

Was nun den Kanton Luzern angeht ist aus dem Zusammenhang gerissen, da man eine Parlamentswahl nicht mit einer Volkswahl vergleichen kann und wenn wir ehrlich sind glaube ich nicht, dass die CVP interessiert sein sollte, die FDP anzugreifen, ist sie doch relativ gut vertreten auf kantonaler, sowie auch auf nationaler Ebene!

Beste Grüsse
 
lorenzo

Freitag, 18-09-09 15:05

ich habe mich schon im blog der liberalen dahingehend geäussert, dass übermut ein schlechter ratgeber sei.

gerade im kanton luzern sind die liberalen gut beraten, nicht zu grosse töne zu spucken . sonst könnte es passieren, dass die luzerer fdp plötzlich zwischen regierungsstuhl und ständeratsbank fällt.
 
Maurus Zeier

Freitag, 18-09-09 10:39

Die links-rechts Diskussion bei der CVP ist spätestens durch die Bundesratswahlen abgeschlossen, denn noch klarer als in den letzten Tagen hätte sich die CVP nicht zur linken Seite bekennen können.

Wenn man enttäuscht ist, von den Linken nicht alle Stimmen erhalten zu haben, dann ist das ein klares Bekenntnis zum Bündnis mit rot-grün!

Die CVP hat mir ihrer "Windfahnen-Politik" welche sie über Jahre hinweg aufgebaut hat, von links bis rechts Politiker verärgert und ist mit der gescheiterten Kandidatur von Urs Schwaller endgültig zwischen Stuhl und Bank gefallen.

Maurus Zeier
Präsident Jungfreisinnige Stadt Luzern
 
 

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