Tiefbahnhof: Einheit ist gefragt
Heute wird im Kantonsrat ab 8:30 Uhr über den Planungskredit zum Tiefbahnhof befunden. Um 11 Uhr findet im Banhof eine Art Sondersession statt. Über das Wochenende noch gab es zahlreiche Telefonate und Mails mit dem Ziel, einen Konsens herzustellen. Ob uns dies gelungen ist, werden wir heute Mittag wissen.
Im Grundsatz sind sich alle Parteien einig: Wir wollen einen Ausbau der Luzerner Bahninfrastruktur. Dieser Ausbau muss im Rahmen der "Zukünftigen Entwicklung der Bahninfrastruktur" (ZEB 2) des Bundes berücksichtigt werden. Etwas einfach formuliert: Es geht darum, im Wettbewerb mit anderen Regionen an den Milliardentopf des Bundes heranzukommen. Und da verträgt es keine falschen Signale.
Aber die Einigkeit im Grundsatz heisst nicht, dass es dann auch zu einer einhelligen Zustimmung zum aktuellen Planungskredit kommt. Insbesondere die SVP will, dass der Planungskredit für die verschiedensten Varianten eingesetzt wird. Dies offenbar, weil sie den bisherigen Vorarbeiten misstrauen und sich von den diversesten selbsternannten Fachleuten und deren Projekten irgendwie blenden lassen. Für die CVP ist klar, wir wollen keine langwierige Standortdiskussion mehr. Wir wollen nur noch, dass die Möglichkeiten des Durchgangsbahnhofes am heutigen Standort geprüft wird.
Damit der Konsens möglich wird, sind wir bereit, den eigenen Antrag zum Dekret zurückzuziehen und etwas allgemeiner formulierte SVP-Anträge zu unterstützen. Wollen wir hoffen, dass die anderen Parteien - auch die FDP - über ihren Schatten springen können. Dies alles mit dem Ziel, ein klares Signal nach Bern abzusenden.
