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Feiertage und Tanzverbot

Wenn es bei der Aufhebung des Tanzverbotes an "Hohen Feiertagen" nur um Sinn oder Unsinn des Tanzens als Sport oder Vergnügen gegangen wäre, hätte es dieses Verbot gar nie gegeben. Nach meinem Dafürhalten ging es darum, ob es im Jahresablauf bestimmte Tage geben soll, an denen der Alltagsrhythmus für die ganze Gesellschaft spür- und sichtbar  gebrochen werden soll?  

Ich bin von der Richtigkeit von unantastbaren Feiertagen auch in der heutigen modernen und aufgeschlossenen Zeit überzeugt. Es sind Tage, die anders sind und an denen die Alltagsangebote nicht zur Verfügung stehen. Die christliche Kultur  hat uns solche Tage mit speziellen Merkmalen gegeben. Dazu sollten wir mehr Sorge tragen  als es der Luzerner Kantonsrat kürzlich mit der Aufhebung des Tanzverbotes und der Anpassung der Ladenöffnungszeiten vor Feiertagen getan hat.

Feiertage erinnern uns an Werte, welche im Leben auch wichtig sein können. Oder sollen und wollen wir solche Rhythmusbrecher den Vulkanen überlassen ?

Abstimmungsergebnisse und- Diskussionen machen den Anschein, dass sich Kräfte als Hüter der christlichen Kultur gegen andere Kulturen entwickeln. Wenn wir unsere gewachsene christliche Kultur mit Gleichgültigkeit behandeln und als unzeitgemäss selber belächeln, dann nützen auch die rigorosesten Verbote gegenüber anderen Wertvorstellungen nichts.

Macht es Sinn, unsere Verbote als überflüssig zu betrachten und gleichzeitig neue Verbote gegen andere zu schaffen? Diesen Wettlauf verlieren wir, bevor er richtig angefangen hat. Es ist gerade für christlich motivierte Gruppierungen wichtig zu definieren und zu wissen, wie die Wegweiser für unser Handeln und Denken aussehen sollen !
 
Für mich hat der Luzerner Kantonsrat hier ein falsches Signal ausgesendet. Erstaunt haben mich Abstimmungsverhalten von Mitgliedern, welche sich gerade bei den Verboten gegenüber anderen Kulturen stark machen.

Xaver Vogel, Berufsschullehrer Sursee


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"Feiertage und Tanzverbot"
 
Federico Leonardi

Dienstag, 22-06-10 10:37

Herr Vogel,

wenn Ihnen das Prinzip von der Trennung von Kirche und Staat nicht gefaellt (oder wahrscheinlicher, wenn Sie es nicht mal verstehen koennen), dann ziehen Sie lieber nach Iran.
 
 

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