Nachdem sich bei uns die Ausgansglage zunehmend klärt, versucht sich die SVP mit Forderungen an unsere Adresse ins Gespräch zu bringen. Bis dato hat zwar Herr Kunz nicht mit mir Kontakt aufgenommen - er kommuniziert offenbar über die Medien bzw. lässt in einer Medienmitteilung ausrichten, dass man sich eine eigene Kandidatur vorbehalte, wenn die CVP eine Person "aus dem linken Flügel" aufstelle. Qualifizierte Kandididaten würden bereit stehen. Von einem Journalisten des Seetalers weiss ich, dass damit offenbar Bernadette Schaller und Pius Zängerle gemeint sind.
Die Begründung dazu findet sich auf der Homepage dieser Partei. Eine Passage will ich hier nicht vorenthalten: "Da die CVP in den letzten Jahren jedoch eine nicht unbedeutende Zahl an Wähler an die SVP verlor, bildete sich gleichzeitig ein immer machtbewusster auftretender linker Flügel. Diese „CSP-Exponenten“ drohen die CVP regelrecht zu spalten. Eine Links-Kandidatur dürfte von einem Grossteil der CVP-Basis und von der SVP nicht unterstützt werden." So ein Blödsinn!
Hinter diesen Aussagen ist eindeutig mehr Wunschdenken der politischen Konkurrenz als etwas anderes. Die CVP des Kantons Luzerns ist alles andere als gespalten. Bei der Frage der politischen Verortung ist für uns nicht relevant, ob jemand aus den Augen der SVP mehr oder minder links steht, sondern ob diese Person auf der Basis unseres Leitbildes und unserer Positionspapiere politisiert und politisieren will. Genau das wird wohl niemand innerhalb unserer Partei einer oder einem der bisher bekannten Kandidaten oder Kandidatin absprechen wollen.
Auf dem latrinen Weg wird mir mitgeteilt, dass die SVP im Falle der Unterstützung unserer Kandidatur (bzw. wohl Verzicht auf Nichtnomination) ihrerseits erwartet, dass wir dann bei der Gesamterneuerungswahl 2011 die SVP unterstützen. Eine solche Unterstützung, wenn sie denn jemals denkbar wäre, verscherzt sie sich aber mit solchen dümmlichen Qualifizierungen auf ihrer Homepage.
